Spielfilmen #26: Oliver Stone 1986-1988 (Platoon, 1986; Wall Street, 1987; Talk Radio, 1988)
Drei Filme. Zwei Podcaster. Eine spielfilmlange Episode über Oliver Stone. Und Shownotes folgen in Kürze...
Bahnhofskino ist ein 100% werbefreier, unabhängig produzierter Podcast. Bitte unterstütze unsere Arbeit mit einer Patreon-Mitgliedschaft. Ab 3 Euro pro Monat hörst du jede Episode eine Woche früher und kannst dich über weitere Goodies wie exklusive Bonusfolgen freuen. Danke für deinen Support!
Drei Filme. Zwei Podcaster. Eine spielfilmlange Episode über Oliver Stone. Und Shownotes folgen in Kürze...
Diese und viele weitere Bonusfolgen sowie den Zugriff auf das gesamte Bahnhofskino-Archiv erhaltet ihr für eine kleinen monatlichen Beitrag bei Patreon und Steady. Vielen Dank an alle Menschen, die das Bahnhofskino und die kleinen Schwestern des Bahnhofskinos (#beepodcast, Das ABC des Films & Spielfilmen) unterstützen. Unsere Podcastformate sind - und bleiben! - werbefrei und inhaltlich unabhängig. Jede Spende hilft dabei, dass dies so bleibt. <3
Mein heutiger Gast kennt nicht nur (fast) alle Filmbörsen und nischigen Heimkinolabels der großen, weiten Welt, er ist auch ein veritabler Kenner von erstklassigem Sleaze auf Zelluloid. In seinem Bahnhofskino-Debüt bringt Dominik Roth gleich zwei Sahnestücke von Großmeistern der psychotronischen Kinokunst mit. In Lucio Fulcis Syndikat des Grauens (Luca il contrabbandiere, 1980) schießen sich Mafioso Luca, seine Clique und Gegenspieler quer durch Neapel. Und im Hexenkessel New York navigiert Roberta Findlay ihr schieß- und schlitzwütiges Ensemble durch ein Mietshaus in der Bronx. In Tenement (a.k.a. Game of Survival, 1985) bleibt also auch kein Auge und keine offene Wunde trocken.
Hallo und herzlich Willkommen zu… zu… ja, zwei richtig beschissenen Filmen. Aber kennt ihr dieses Gefühl auf dem halben Weg durchs dritte Mettbrötchen, wenn die Bewusstwerdung einsetzt, dass ihr etwas sehr Falsches tut-- aber es fühlt sich dennoch sooo gut an! So oder ähnlich geht es uns mit der Softsexklamotte Bademeister-Report (1973), in dem ein mäßig talentiertes - und nachsynchronisiertes! - Ensemble so tut, als wisse es, wie das mit dem Beischlaf auf der Badematte so funktioniert. Ähnlich wie das Mettbrötchen mundet dieser halbherzige Report immerhin nebenwirkungsfrei für die Dauer von 90 Minuten, was man vom übergriffigen Teenie-Komödchen American Eiskrem...
Das neue Jahr ist kaum zwei Wochen alt und Herr Gramsch und Herr Lohmi sind schon wieder dazu bereit, Herzen zu brechen. Na gut, der blutsuppige Brennende Rache (The Burning, 1981) kann bei den Herren aufgrund seiner Kunstfertigkeit und Brachialität punkten. Scream 4 (2011) hingegen ist in Patricks Augen nicht nur schlecht gealtert, sondern war vielleicht gar niemals gut. Was erlauben Lohmeier?!? Glücklicherweise zeigt sich Daniel verständnisvoll und trocknet seine Tränen…
Wieder mal ist Filmemacher Fynn Benkert live aus einem Hamburger Kohlenkeller zugeschaltet, um mit Patrick einen Rückblick auf das Popkultur- und Kinojahr 2021 zu werfen. Diesmal haben sich die beiden Herren endgültig von Toplisten und Rankings verabschiedet, um euch einen ungefilterten Blick darauf zu bieten, welche neuen und alten Filme sie begeistert haben, welche Bücher das Schmökern lohnen, welche Musik besonders gut in den Ohren klingt, und was die Flimmerkiste im vergangenen Jahr Erfreuliches bereit hielt. Und ja, ein wenig gemotzt wird auch. Aber davon abgesehen sind 86,3 Prozent pures Vergnügen garantiert.
Das Jahr ist noch ganz jung, aber die Namen in der ersten Episode unserer Jubiläumsjahres ganz groß. Argento. Lynch. Phenomena (1985). Lost Highway (1997). Morde. Intrigen. Schimpansen. Femmes Fatales. Insekten. Doppelgänger. Connelly. Pullman. Pleasence. Arquette… hach! Wenn euch beim lauten Aufsagen auch bereits die Gänsehaut vom Nacken in die Poritze kriecht, dann seid ihr bei uns richtig. Denn kaum etwas lieben wir mehr als filmische Reisen in die Abgründe der menschlichen Psyche--- nun gut, Daniel liebt zumindest anderthalb der Trips des heutigen Abends. Aber wie genau er seine Zuneigung verteilt, sei hier noch nicht verraten.
Neues Jahr, neue Miniserie, neue Regeln. Ach nein, doch nicht, denn die Herren Bastian und Lohmeier behalten den kritisch-gutgelaunten Diskurs über Filmschaffende von Interesse einfach bei. Diesmal jedoch seit langer Zeit wieder mit dem großen 'aber', das sie nicht gleich mit einem brillanten Spielfilmdebüt starten. Oliver Stones Die Herrscherin des Bösen (Seizure, 1974) ist alles andere als ein geheimes Meisterwerk. Und auch Die Hand (The Hand, 1981) muss um die Gunst des rhetorisch herausgeforderten Duos kämpfen. Nun ja, zumindest Patrick ist ein mittelgroßer Fan des Körperteile-Horrors mit Michael Caine. Spätestens Salvador (1986) bringt aber inhaltlich wie inszenatorisch bereits (fast) alles...
Patrick und sein geliebt-geschätzter Stammgast André Wentzel etablieren in dieser Woche ein neues Weihnachtsritual im Bahnhofskino: Männer mittleren Alters podcasten kurz vor den Feiertagen über zutiefst melancholisches Gefühlskino™. Aber egal zu welcher Jahreszeit, Sidney Pollacks Klassiker Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss (They Shoot Horses, Don't They?, 1969) ist zu jeder Jahreszeit eine Wiederentdeckung wert, nicht zuletzt wegen Jane Fonda in der - vielleicht - besten Rolle ihrer illustren Karriere. Die beiden Herren sind jedenfalls hin und weg. Und wenn man/frau genau hinhört, sind sogar ein paar leise Schluchzer auf der Tonspur zu vernehmen.
Alle guten Dinge kommen zu einem (durchwachsenen) Ende. So auch unsere Westerntrilogie um Terence Hill und Bud Spencer unter der Regie von Giuseppe Colizzi. Darin stellt sich Hügel der blutigen Stiefel a.k.a. Zwei hau'n auf den Putz (La collina degli stivali, 1969) zwar in keiner der fünf verfügbaren Schnitt- und Synchronfassungen als lupenreines Meisterwerk heraus, ist aber als filmarchäologisches Artefakt allemal beachtenswert. Deutliche weniger Euphorie unsererseits kassiert der exploitative Namensvetter Hügel der blutigen Augen (The Hills Have Eyes, 1977), der Wes Craven erstmals auf der Höhe seiner inszenatorischen Kunst zeigt, erzählerisch aber allzu kleine Brötchen backt.
Wenn dir gefällt, was du hörst, unterstütze unsere Arbeit bitte mit einer Patreon-Mitgliedschaft. Ab 3 Euro pro Monat hörst du jede Episode eine Woche früher und kannst dich im Bahnhofskino Discord mit uns und anderen Hörerinnen und Hörern austauschen. Für monatlich 5 Euro gibt es außerdem regelmäßige Bonusfolgen und Zugriff auf unser Archiv der Jahre 2012 bis 2015.
Bahnhofskino @Patreon